Stochastik
Aufgabe III 1
Betrachtet wird ein Würfel, dessen Seiten mit den Zahlen von bis
durchnummeriert sind. Bei einem Zufallsexperiment wird dieser Würfel viermal geworfen. Die erzielten Zahlen werden in der geworfenen Reihenfolge als Ergebnis notiert.
Bestimme die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
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„Bei keinem der Würfe wird die Zahl |
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„Bei mindestens drei Würfen wird eine Zahl erzielt, die größer als |
Begründe, dass es Ergebnisse gibt, bei denen alle erzielten Zahlen verschieden sind.
Gib ein Ereignis im Sachzusammenhang an, dessen Wahrscheinlichkeit mit dem Term berechnet werden kann.
Bei einem Spiel besteht eine Runde darin, dass der Würfel fünfmal geworfen wird. Eine Runde wird gewonnen, wenn dabei mindestens eine Zahl mehrfach auftritt. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Runde gewonnen wird, beträgt Dieses Spiel soll nun von einer Künstlichen Intelligenz (KI) simuliert werden. Die Zufallsgröße
beschreibt dabei die Anzahl der gewonnenen Runden. Es wird davon ausgegangen, dass
binomialverteilt ist. Zur Überprüfung der KI soll die Nullhypothese „Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Runde gewonnen wird, beträgt mindestens
“ getestet werden. Der Stichprobenumfang beträgt
Runden. Es ergibt sich
als Ablehnungsbereich der Nullhypothese.
Formuliere den zugehörigen Fehler erster Art im Sachzusammenhang.
Untersuche, ob das zugrundeliegende Signifikanzniveau des Tests betragen kann.
Beurteile die folgende Aussage:
„Wenn die Nullhypothese nicht wahr ist, dann beträgt in jedem Fall die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Stichprobe mindestens Treffer enthält, höchstens
“
Ein weiteres Spiel wird mit einem Zufallsgenerator simuliert. Die Gewinnwahrscheinlichkeit kann dabei auf jeden beliebigen Wert mit
eingestellt werden. Bei
-maligem Spielen ist die Anzahl
der gewonnenen Spiele binomialverteilt mit den Parametern
und
Für einen bestimmten Wert von
gehört einer der beiden Graphen in der Abbildung zu der Funktion, die jedem Wert von
die Wahrscheinlichkeit
zuordnet.

Begründe, dass Graph II nicht zur oben beschriebenen Funktion gehört.
Ermittle mithilfe der Abbildung den Wert von
Aufgabe III 2
Die Zufallsgröße beschreibt die Masse eines Eisbär-Babys bei der Geburt. Sie wird als normalverteilt mit
und
angenommen (alle Werte in Gramm).
Ein Eisbär-Baby wird zufällig ausgewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass seine Masse bei der Geburt um weniger als vom Erwartungswert abweicht.
Beschreibe im Sachzusammenhang ein Zufallsexperiment, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit dem Term berechnet werden kann, und gib dieses Ereignis an.
Eisbären sind bei ihrer Geburt nicht nur sehr leicht, sondern auch klein. Nur der Eisbär-Babys sind bei der Geburt größer als
Von den Eisbär-Babys, die bei der Geburt größer als
sind, wiegen
mehr als
Für ein zufällig ausgewähltes Eisbär-Baby werden die folgenden Ereignisse betrachtet:
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„Das Eisbär-Baby ist bei der Geburt größer als |
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|
„Das Eisbär-Baby wiegt bei der Geburt mehr als |
Das nebenstehende Baumdiagramm stellt diesen Sachverhalt dar. Gib die Werte von und
an.

Unter den Eisbär-Babys, die bei der Geburt höchstens groß sind, wiegt nur ein kleiner Teil bei der Geburt mehr als
Bestimme diesen Anteil.
Braunbären sind bei der Geburt im Durchschnitt leichter als Eisbären. Die Zufallsgröße beschreibt die Masse eines Braunbär-Babys bei der Geburt. Sie ist normalverteilt mit dem Erwartungswert
und der Standardabweichung
(alle Werte in Gramm).
Ein Braunbär-Baby wird zufällig ausgewählt. Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass seine Masse bei der Geburt um höchstens vom Erwartungswert abweicht. Begründe, dass man zur Berechnung dieser Wahrscheinlichkeit den Wert von
nicht kennen muss.
Eine der Abbildungen zeigt die Graphen der Dichtefunktionen von und


Gib diese Abbildung an und begründe deine Angabe.
Die Masse eines Panda-Babys bei der Geburt wird als normalverteilt mit dem Erwartungswert angenommen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Panda-Baby bei der Geburt weniger als
wiegt, beträgt
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass von vier zufällig ausgewählten Panda-Babys bei der Geburt genau eines weniger als und genau eines mehr als
wiegt.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Lösung III 1
Bei einem Wurf eine Zahl größer als zu würfeln hat die Wahrscheinlichkeit
Somit folgt:
Für die vier verschiedenen Zahlen gibt es genau Möglichkeiten. Die Anzahl der Möglichkeiten, diese auf unterschiedliche Weise den vier Würfen zuzuordnen, beträgt
Damit ergibt sich insgesamt der Term
für die Anzahl der Möglichkeiten.
„Mindestens zwei geworfene Zahlen sind gleich.“
Obwohl die Wahrscheinlichkeit für einen Rundengewinn bei der Simulation tatsächlich mindestens beträgt, erzielt die KI in den
Runden höchstens
Siege und es wird fälschlicherweise Schluss gefolgert, dass die KI die Vorgabe nicht erfüllt.
Es wird davon ausgegangen, dass binomialverteilt mit
und
ist. Systematisches Ausprobieren mit dem Taschenrechner liefert:
Wäre das zugrunde liegende Signifikanzniveau so würde auch das Ergebnis
zum Ablehnungsbereich gehören, da
erfüllt ist. Das Signifikanzniveau ist somit nicht
Mit ist
nicht wahr. Mit diesem Parameter ergibt sich für die Wahrscheinlichkeit für mindestens
Treffer der folgende Wert:
Da ist, gilt die Behauptung nicht für alle Fälle, in denen
falsch ist.
Für wird bei
Spielen mit Sicherheit genau Null Mal gewonnen. Das Ereignis
tritt somit sicher, also mit Wahrscheinlichkeit
ein. Da Graph II nicht durch den Punkt
verläuft, gehört er damit nicht zu der in der Aufgabenstellung beschriebenen Funktion.
Aus dem Graph I kann abgelesen werden, dass gilt. Da die Binomialverteilung symmetrisch ist, muss die Menge
somit genau die Hälfte der möglichen Ergebnisse darstellen. Damit folgt
Lösung III 2
Es werden jeweils fünf Eisbär-Babys zufällig ausgewählt und deren Gewicht bei Geburt überprüft. Das beschriebene Ereignis ist, dass genau eines mindestens schwer ist.
Für die insgesamte Wahrscheinlichkeit, dass ein Eisbär-Baby mehr als wiegt, gilt:
Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich mit dem Baumdiagramm wie folgt:
Damit ergibt sich:
Für die gesuchte Wahrscheinlichkeit folgt somit:
Durch die Standardisierung der Zufallsvariable
kann der gesuchte Wert berechnet werden. Dabei ergibt sich folgende Gleichung:
Somit muss der Wert von für die Berechnung nicht bekannt sein.
Braunbären sind bei der Geburt im Durchschnitt leichter als Eisbären, d.h. es gilt Der Graph der Dichtefunktion von
muss daher weiter links liegen als der von
Die Standardabweichung von
ist zudem kleiner als die von
wodurch die Dichtefunktion von
schmaler und höher verläuft als die von
Es handelt sich somit um die rechte Abbildung.
Aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung gilt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Panda-Baby bei der Geburt weniger als wiegt und die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr als
wiegt, jeweils
betragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Geburtsgewicht zwischen
und
liegt, beträgt somit die restlichen
Die vier Panda-Babys mit passenden Geburtsgewichten können auf
verschiedene Wege untereinander angeordnet werden. Damit ergibt sich für die gesuchte Wahrscheinlichkeit: